Weiterentwicklung des Werderplatz unter Beteiligung der Öffentlichkeit
| Thema | Stadtplanung und Bauen |
|---|---|
| Zeitraum | Sommer 2026 bis Herbst/Winter 2027 |
| Zielgruppe | Südstädterinnen und Südstädter |
| Stadtteil | Südstadt |
Werderplatz
Mit seiner vielfältigen Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten und kulturellen Angeboten ist der Werderplatz seit jeher das Zentrum der Karlsruher Südstadt. Gleichzeitig dient er als lebendiger Treffpunkt für verschiedene Nutzergruppen.
Seit vielen Jahren wird darüber diskutiert, wie der Werderplatz noch attraktiver gestaltet und zu einem noch besseren Aufenthaltsort entwickelt werden kann. Durch zwei Entscheidungen des Gemeinderats im Jahr 2025 wurden hierfür wichtige Weichen gestellt: der westliche Teil des Werderplatzes wird künftig in die bereits bestehende Fußgängerzone im östlichen Teil des Platzes einbezogen. Darüber hinaus stellte der Gemeinderat 100.000 Euro für die Gestaltung des Werderplatzes in den städtischen Haushalt ein.
Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität im Rahmen der verfügbaren finanziellen Mittel weiter zu erhöhen, bestehende Probleme und Nutzungskonflikte zu reduzieren und den Platz zu einem noch lebendigeren, vielfältigeren und attraktiveren Treffpunkt für alle Besucherinnen und Besucher weiterzuentwickeln. Mit der Planungswerkstatt Werderplatz am 11. Juli 2026 ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg gelungen.
Ausblick
Ziel der Stadtverwaltung ist es, den Werderplatz bis zum Spätsommer/Herbst 2027 gänzlich zur Fußgängerzone umzuwandeln und diese zu gestalten. Hierfür ist zum einen die Ausschreibung und Beauftragung eines externen Gestaltungsbüros und zum anderen ein Teileinzugsverfahren erforderlich. Das Teileinzugsverfahren, d.h. die Entwidmung für Kfz-Verkehrs auf dem öffentlichen Werderplatz, dauert formal mindestens 9 Monate, infolge der gesetzlich festgelegten Offenlage, vorausgesetzt es gibt keine Einwände.
Planungswerkstatt Werderplatz
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie der Werderplatz künftig gestaltet werden kann, damit er von möglichst vielen Menschen gerne genutzt wird. Die Gestaltung eines öffentlichen Raums beeinflusst maßgeblich, wie er wahrgenommen und genutzt wird. Ein gut gestalteter Platz kann dazu beitragen, dass sich unterschiedliche Nutzergruppen dort aufhalten und der öffentliche Raum ausgewogener genutzt wird. In Kleingruppen konnten die Teilnehmenden die Perspektiven unterschiedlicher Nutzergruppen einnehmen, gemeinsam kreativ werden, verschiedene Gestaltungselemente aus LEGO entwickeln und diese auf einem Modell des Werderplatzes verorten.
Die Stadtverwaltung steht vor und nach der Planungswerkstatt im fachlichen Austausch mit dem KIT, das den Werderplatz im Rahmen eigener Forschung wissenschaftlich untersucht. Dadurch werden wissenschaftliche Erkenntnisse mit den Ergebnissen der Öffentlichkeitsbeteiligung verknüpft und für den weiteren Planungsprozess nutzbar gemacht.
Die Ergebnisse der Planungswerkstatt werden in das weitere Verfahren eingebracht und bilden eine wesentliche Grundlage für die nachfolgenden Planungsschritte, inklusive der Beauftragung eines Gestaltungsbüros. Mit einer ersten Visualisierung des noch zu beauftragenden Gestaltungsbüros ist ein erneuter Dialog mit der Bürgerschaft und Stadtteilakteuren anvisiert. Auch konkrete Verantwortlichkeiten oder Patenschaften für bestimmte Gestaltungselemte durch die Bürgerschaft, beispielsweise für Hochbete, sollen hierbei erörtert werden.